
Erfolgreiche Weihnachtsmarkt-Aktion zugunsten von Menschen in Not beim TSV Künzelsau mit, unter anderem, Landrat Ian Schölzel (von links), Erwin Bergmann, Eberhard Gienger, Bürgermeister Stefan Neumann, Schlager-Sängerin Madeline Willers und Elke Schöll. Foto: privat
Mit einem herzlichen Lächeln nimmt Madeline Willers die beiden leeren Becher einer jungen Frau entgegen. „Was darf’s denn sein? Nochmal dasselbe?“, fragt die 31-Jährige. Antwort: „Ja, genau, zwei Glühwein.“ Das macht sieben Euro für den guten Zweck.
Am Weihnachtsmarktstand des TSV Künzelsau gehen am vergangenen Donnerstagabend die Getränke komplett für soziale Projekte und Einzelfallhilfen für Menschen, die sich in einer temporären Krise befinden, über den Tresen. Der Glühwein für 3,50 Euro, den Punsch gibt’s für 2,50 Euro. Jeweils im 0,3-Liter-Becher. „Die Getränke sind komplett gespendet“, berichtet Erwin Bergmann, Präsident des TSV Künzelsau. „Der Glühwein von der Weinkellerei Hohenlohe, der Punsch von der BAGeno Raiffeisen eG. Somit gehen alle Einnahmen an Menschen in Not.“
Bekannte Persönlichkeiten aus der Region Heilbronn-Franken unterstützen Menschen in Not
Bereits zum dritten Mal stellt das Team des TSV Künzelsau die Einnahmen am Weihnachtsmarkt-Stand der Hilfsaktion der Heilbronner Stimme zur Verfügung. Bergmann: „Gerade in der heutigen Zeit gibt es immer mehr Bedürftige. Da ist es besonders wichtig, diese zu unterstützen und aktiv zu werden.“
Das sehen auch mehrere bekannte Persönlichkeiten aus der Region so, die am Glühweinstand des TSV Künzelsau zugunsten von Menschen in Not fleißig nachfüllen, Getränke zapfen, bedienen oder abkassieren. Neben Bürgermeister Stefan Neumann und Landrat Ian Schölzel hat sich die eingangs erwähnte Schlagersängerin Madeline Willers aus Wüstenrot nach Hohenlohe aufgemacht.
Wichtige Unterstützung für Menschen, denen es schlecht geht
„Menschen in Not ist einfach eine tolle Aktion“, sagt die Musikerin. „Meine Heimat, die ganze Region, liegt mir sehr am Herzen. Toll finde ich, dass das eigenommene Geld an Menschen aus unserer direkten Lebensumgebung geht, die dringend finanzielle Hilfe benötigen. Da die Heilbronner Stimme die anfallenden Verwaltungskosten komplett abdeckt, geht jeder eingenommene Euro da hin, wo das Geld auch wirklich gebraucht wird“, sagt Willers.
Den ausgeschenkten Punsch kostet sie gerne. „Der ist wirklich lecker, nicht zu süß. Auf den Glühwein verzichte ich heute aber. Ich muss ja noch fahren“, sagt Madeline Willers und lacht. Auch der Künzelsauer Kunstturner Eberhard Gienger ist am Stand zugunsten von Menschen in Not vor Ort und betont: „Eine solche Aktion zugunsten all jener, denen es schlecht geht, unterstütze ich gerne.“
Manche Glühwein- und Punsch-Trinker sind besonders spendabel und verlangen ihr Pfandgeld – drei Euro pro Becher – nicht zurück. Ein erster Kassensturz kurz vor 21 Uhr, gegen Ende des Weihnachtsmarkttags, ergibt: In den vier Stunden sind mehr als 800 Euro zusammengekommen. Erwin Bergmann sagt gut gelaunt: „Das ist sogar noch besser als im Vorjahr.“